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Sicherheit
im Urlaub
Über Nelkenfrauen,
Hütchenspieler, Immobilienhaie und andere Artgenossen,
die nur auf Ihr Bestes aus sind...
Die Sicherheit im Urlaub
wird in der Regel nicht ganz so ernst genommen da man
sich zur Entspannung - weit weg vom grauen Alltag - in
der Ferne aufhält und sich über die gegenwärtigen
Probleme, sollte es sie denn mal geben, nicht ganz im
Klaren sein möchte.
Gerade hier gilt es in möglichen Gefahrensituationen
die eventuell durch Sie selbst, aber gerade durch Dritte
hervorgerufen werden, den gesunden Menschenverstand walten
zu lassen und sich nicht von der Urlaubsstimmung oder
anderen Einflüssen "betüddeln" zu
lassen.
Sollten Sie sich nicht ganz sicher sein ob Ihre mögliche
Handlungsweise die Richtige ist, so stellen Sie sich ganz
einfach die Frage ob Sie sich in Ihrer Heimat genauso
verhalten würden.
Ein
praktisches Beispiel verdeutlicht die Entscheidung: Hütchenspieler
sind gerade an der Playa de Palma, mit Schwerpunkt El
Arenal, anzutreffen. Die gesunde Menschenverstand sollte
jedem davon abraten auch nur in die Nähe des Spiels
zu gehen, da man nur verlieren kann. Die Urlaubsstimmung
reißt den Touristen mit, da er vielleicht gerade
vom Strand kommt und den Tag genossen hat, denn ein Spielchen
kann doch nicht so schlimm sein. Und eh sich der zuvor
noch gutgelaunte Urlauber versieht, hat er sein Barvermögen
verspielt oder ist von einem der anwesenden Taschendiebe
beraubt worden.
In seiner Heimat hätte dieser Tourist vermutlich
den Hütchenspieler links lassen und keines Blickes
gewürdigt. Wie hätte Sie sich entschieden?
Wer treibt so alles sein Unwesen
auf der beliebten Baleareninsel? Neben den bereits oben
erwähnten Hütchenspielern sind es vor allem
auch die Nelkenfrauen, die Ihre nette Geste sehr günstig
aufdrängen und sich mit Ihrem Zutun die ungerechtfertigte
Abfindung holen.
Der Trick der Nelkenfrauen
ist recht simpel aber effektiv.
An zentralen Anlaufstellen an denen meist größere
Gruppen von Urlaubern die Innenstadt von Palma bevölkern,
beispielsweise an Haltestellen für Touristenbusse
an oder besonders interessanten Sehenswürdigkeiten
sind sie meist zu mehreren vertreten und wollen den Ankommenden
eine Nelke schenken, da der Urlauber voll des Dankes und
der Höflichkeit ist, erfragt er den Lohn für
diese so schöne Blume.
Zu den Zeiten der Peseta war die 1 Peseten Münze,
die so gut wie niemand im Portomanaie mit sich trug, der
erwünschte Preis für die Nelke. Der Urlauber
konnte dies recht seltene Zahlungsmittel nicht finden
oder wusste ganz einfach nicht wie es aussieht und dann
war es auch meist schon zu spät. Mit flinken Fingern
kam die Nelkenfrau zur Hilfe und fasste unterstützend
in die fremde Geldbörse um vordergründig nach
der Münze zu suchen und ganz nebenbei mit einem schnellen
Griffe sämtliche Geldscheine aus dem hinteren Scheinefach
zu entwenden.
Der Diebstahl wurde meist wenig später bemerkt, weil
den arglosen Urlauber ein komischen Gefühl beschlich
- schließlich war gerade eine völlig unbekannte
Person an und in dem eigenen Portomanaie zugange gewesen.
FRAGE:
Würden Sie in Ihrer Stadt einer fremden Person, z.B.
am Getränkemarkt, gestatten einen Euro für den
Einkaufswagen aus Ihrem Portomanaie zu entnehmen?
Eine Autopanne kann sehr ungenehm sein,
insbesondere im Ausland. In der fremden Sprache können
Sie sich nicht verständigen und da kommt ganz unerwartet
Hilfe...
An dieser Stelle möchten
wir nicht die generelle Hilfsbereitschaft ad absurdum
führen, sondern nur auf einen recht beliebten Trick
hinweisen.
Mit Hilfe einer präparierten Autopanne, meist einem
Platten, stehen scheinbar arglose Helfer dem Urlauber
plötzlich zur Seite bzw. kommen wie aus heiterem
Himmel vorbei gefahren.
Nach dem Hinweis auf den schleichenden Plattfuß
werden die Urlauber zum Anhalten aufgefordert, da die
Hilfe doch schon da sei. Das Aussteigen aus dem Wagen,
um den Platten am eigenen Wagen zu begutachten ist schließlich
der Startschuss für die "netten Helfer"...
Während meist zwei potentielle Helfer den/die Urlauber
ablenken, macht sich ein Dritter unbemerkt an den im Wagen
liegen Wertsachen zu schaffen.
Sollten Sie in eine solche Situation kommen, verlassen
Sie nicht den Wagen und schließen Sie Türen
und Fenster. Ein Anruf mit dem Handy bei der Polizei oder
der internationalen Notrufnummer 112 reicht schon aus
um das Vorhaben zu vereiteln.
Dieser Fall ist mehr auf dem Spanischen Festland als auf
Mallorca vertreten, da die Urlauber auf der Fahrt in den
Urlaub die gesamten Wertsachen mit sich führen. Während
bei der Fahrt im Mietwagen meist nur eine Kamera und etwas
Bargeld dabei sein dürfte.
Auch hier gilt die alt bewerte Regel: keine Wertsachen
offen sichtbar im Auto liegen lassen. Eine Scheibe ist
schnell eingeschlagen und als Mieter des Leihwagen ist
man nachher
Immobilien - die Schäppchenzeit
ist auf Mallorca längst vorbei
Den
Traumstrand vor Augen, eine idyllische Wohnung oder gar
ein ganzes Haus an eben einer solchen Klippe mit einem
endlosen Blick über das ganze Meer, dass sich zu
den Füßen ausbreitet...
Der Traum mancher Urlauber kann plötzlich Realität
werden, hat man einen übereifrigen Makler zu Gesicht
bekommen, der Ihnen den Himmel auf Erden verspricht und
all dies noch zu einem besonders verlockenden Preis.
Was auf den kanarischen Insel schon berühmt berüchtigt
ist, muss auf Mallorca nicht allzu weit entfernt liegen.
Der Kauf jeglicher Art von Immobilien insbesondere der
inzwischen schon bekannten Time Sharing Objekte hat nichts
im Urlaub zu suchen.
Lassen Sie sich nicht durch die blumigen Versprechungen
unseriöser Makler ködern, schließen Sie
keine Verträge ab- auch keine "Vorabverträge"
oder Kaufoptionen - wenn Sie sich Ihrer Sache nicht absolut
sicher sind. Es gilt spanisches Recht und der Gerichtsstand
liegt ebenfalls vor Ort.
Sollte Ihnen die Wohnung/Haus als ein Supersonderangebot
angepriesen werden, sollte sich spätestens in diesem
Augenblick der gesunde Menschenverstand einschalten und
zur Vorsicht mahnen.
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