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Surfguide Mallorca





Surfregionen der Insel
Anreise & Transport
Material
Windstärke
Mallorca´s Surfspots im Detail - Seite II



Mallorca ist für Wassersportler aller Art ein Paradies. An seiner Küste finden sich kleine Buchten, die für Segler eine ideale Ankermöglichkeit bieten und natürliche auch mittlere und große Buchten, die gerade für Surfer den Aufstieg aufs Brett zum Kinderspiel werden lassen und auch für Fortgeschrittene oftmals ideale Bedingungen bieten.

Da das Mittelmeer nicht als Starkwindrevier bekannt ist, sondern dort eher moderate Winde vorherrschen, muss der richtige Surfspot schon sorgsam gewählt werden, um von der mäßigen Thermik zu profitieren. Unterstützend wirken sich auf Mallorca die Berge und Hügelketten aus, die so manche Bucht umgeben und dem Surfer geradezu Flügel verleihen.


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Surfregionen der Insel

Grundsätzlich kann man auf Mallorca in jeder der mittleren Buchten problemlos sein Board zu Wasser lassen, unter Berücksichtigung einer ausreichend großen Strandfläche, um nicht direkt nach dem Start auf die Felsen gedrückt zu werden.

Der Westen der Insel ist aufgrund des Tramuntana Gebirges nicht für Surfer nutzbar, sehr kleine Buchten wie beispielsweise in Estellencs sind nur schwer zu erreichen, die Strände mit Steinen statt Sand übersäht und der Weg auf das Wasser würde hier nur mit großartigen Kreuzorgien belohnt. Mal ganz abgesehen von den hohen Bergen und Hügel, die eine perfekte Windabdeckung bieten und erst weiter draußen auf dem Meer eine frische Brise zu lassen.

Ebenso wenig wie der Westen ist im Osten der unter dem Namen Calas de Mallorca bekannte Küstenabschnitt zum Surfen geeignet. Hier stören zwar keine hohen Berge und Hügel die Frischluftzufuhr, dafür lassen die meist sehr kleinen und tief eingeschnittenen Buchten kein wahres Surfvergnügen aufkommen. Nur mit Geduld und viel Kreuzerei lässt sich das offene Meer erreichen, auf dem dann bessere Windverhältnisse herrschen.
Für Anfänger sind die beiden Regionen der Insel völlig ungeeignet.

Im weiteren Verlauf der Ostküste Richtung Norden ändert sich dann das Bild recht schnell. Calla Millor bietet eine große Bucht mit guten Strandzugang und jeder Menge Sand die ideale Ausgangsbasis, die nördlich des Ortes beginnende Hügelkette ist nicht weiter erwähnenswert unter dem Aspekt der Windabdeckung.

Im Norden Mallorcas finden Windsurfer eine große Auswahl an Surfspots, die gerade hier von den Thermik der nordöstlichen Winde begünstigt werden, die voll auflandig auf die Küste treffen. Beginnend mit Cala Ratjada im Osten der Insel über die Cala Mesquida, eine kleinere Bucht mit mäßigen Wellen, und der großen Bucht von Alcudia bis hin zu dem kleinen Örtchen Puerto de Pollensa reihen sich die Surfspots wie Perlen an einer Kette auf.

Kitesurfern wird etwas außerhalb des Ortes Puerto de Pollensa ein unberührter Strand mit Verleihstation geboten Allerdings grenzt der Strand direkt an die Landstraße nach Alcudia und kann aufgrund seiner geringen Breite von ca. 20 Metern mehr als Startposition denn als Beachlife Areal angesehen werden.

Auf der genau gegenüber liegenden Seite der Insel, im Süden, sind die Surfspots nicht ganz so zahlreich vertreten. Hauptaugenmerk liegt hier auf der Bucht von Palma, Schwerpunkt El Arenal und der Südosten mit dem wunderschönen und unter Naturschutz stehenden Strandabschnitt Es Trenc, Colonia de Sant Jordi und Sa Rapita. Etwas ungewohnt mag der Surfspot El Arenal doch schon sein, seinen Bekanntheitsgrad leitet der Strand mehr durch seine Balnearios und der Party- und Nightlifezone ab. Sollten Sie auf ein gutes Aprés Surfing wert legen, sind Sie hier in jedem Fall richtig aufgehoben.


Anreise & Transport:

Mit dem Flieger sind am schnellsten auf der Insel, auch inklusive der Boards & Segel. Jede Fluglinie nimmt Sportgeräte, ob es nun Golftaschen, Fahrräder oder eben die Surfboards sind, mit.

Der Preis für den Transport ist in der Regel vom Gesamtgewicht abhängig, mit dem Sie die Reise antreten. Bei "Kurzurlauben" bis zu einem Zeitraum von 4 Wochen ist meist das Freigepäck auf 20 Kilo beschränkt, darüber hinaus liegt die Grenze bei 30 Kilo. Als nützlich kann sich der Erwerb einer zusätzlichen Servicekarte erweisen, der neben diversen Serviceleistungen auch eine Erhöhung der Gewichtsgrenze von 10 Kilo mit sich bringt. Den Kosten (etwa 30 Euro) der Karte, die für den Zeitraum eines Jahres gültig ist, stehen ein Mehrpreis pro Kilo von etwa 5 Euro gegenüber. Dies rechnet sich nicht nur für Vielflieger, der einmalige Transport der Sportausrüstung kann so schon reduziert werden.

Nachdem Sie und Ihre Surfausrüstung sicher in Palma gelandet sind, empfangen Sie das Equipment an der Sperrgepäckausgabe - neben den Kofferbändern. Für den Abtransport der Boards vom Flughafen sind Kofferkarren bestens geeignet, die je nach Bedarf jeweils an den Enden der Surfboards mit Spanngurten befestigt werden. Alleinreisende sind hier vermutlich mit einem Karren besser bedient bzw. benutzen Spanngurte um ein Verrutschen vom hinteren Karren zu verhindern.

Der Transport zum Zielort erfolgt entweder mit dem Shuttlebus, einem Taxi oder Leihwagen.
In den letzten beiden Fällen ist ein wenig Eigeninitiative angebracht. Für den Transport gilt grundsätzlich:

- eigene Spanngurte mitnehmen, Taxifahrer knoten die Surfboards gelegentlich recht abenteurlich auf den Wagen.
- für den Transport von Surfboards berechnen Taxifahrer gerne einen Aufpreis - vorher sollten Sie daher nachfragen und bei zu hohen Kosten auf einen Mietwagen umschwenken, zumindest für die ersten paar Tage.
- bei Mietwagen bestellen Sie die Dachgepäckträger direkt mit. Eigene mitzubringen ist aufgrund der unterschiedlichen Dachreeling nicht empfehlenswert.


Wichtig: Transport zum Strand
Der Fußmarsch vom Hotel/ Wohnung kann beim Fehlen eines Mitwagens recht schnell in Strapazen ausarten. Dagegen sind kleine Surfkarren die Abhilfe, auf denen das gesamte Material festgeschnallt wird und in einer Tour transportiert wird.





Material:

Mallorca ist nicht gerade als Starkwindrevier für Surfer verschrien, eine Wellenkombi oder die Raceausrüstung können Sie besser in der Garage lassen. Dagegen machen Sie mit einem Segel um die 7 qm eine ganz gute Figur. Sollte es mal etwas windiger werden, gehört noch ein 5,5er mit ins Gepäck, jedoch sind solche Tage recht spärlich gesäht.
Bei den Boards ist ganze Sache ähnlich gelagert, denn mit einem Waveboard machen Sie höchsten am Strand einen guten Eindruck, auf dem Meer ist dafür ein Tauchgang vorprogrammiert.
Natürlich gibt es auf Mallorca nicht nur Tage mit geringer Windstärke, allerdings kann die Empfehlung von unserer Seite nur in Richtung Leichtwindmaterial lauten. Sollte dann doch einmal der gewisse Tag kommen, kann ein kleineres Segel nicht schaden - oder Sie nehmen ganz einfach Ihr komplettes Equipment mit auf die Reise, sollten Sie den Transport nicht scheuen.

Für die Unterbringungen im Hotel / Wohnung sollten Sie vorsichtshalber eine Diebstahlsicherung und Stahlleine mit einkalkulieren, das Sie über die Gegebenheiten vor Ort in den seltensten Fällen genau Bescheid wissen.


Windstärke:

Unser Materialtipp geht grundsätzlich Richtung Leichtwindrevier mit großen Segeln.
Ausnahmen gibt es sicherlich, die sind allerdings vorwiegend im Norden Mallorcas anzutreffen. Dazu gehören die Buchten von Alcudia und Pollensa, die bei Termik auf eine Windstärke von 4 bis 5 Beaufort kommen.

Ebenso ist die Thermik in der Bucht von Palma ab Mittags anzutreffen, die allerdings mit vielen anderen Badegästen am Strandabschnitt Arenal und Can Pastilla geteilt werden will.

Bei der Windstärke ist neben der Auswahl des Surfspots auch die Jahreszeit zu berücksichtigen. Ähnlich wie in unseren Breiten lässt mit Beginn des Sommers die Kraft des Windes nach und die im Frühjahr und Herbst vielgepriesene Thermik wird auf ein moderates Lüftchen reduziert. In den heißen Sommermonaten Juli und August zeigt der Windmesser an guten Tagen nicht mehr als 2 - 3 Beaufort auf der Skala. Das Hoffen und Beten auf einen kleines Sommerstürmchen wurden hin und wieder bereits erhört.





 



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